Deutsch-Französischer Freundschaftskreis feiert 30 Jahre Städtpartnerschaft in Semur-en-Auxois


von links: Christian Arnalsteen, Vorsitzender CAE, Michael Thiesen, Bürgermeister Höhr-Grenzhausen, Catherine Sadon, Bürgermeisterin Semur-en-Auxois, Jean-Marie Cheffert, Bürgermeister Ciney, Didier Cornil, Vorsitzender Freundschaftskreis Ciney-Semur, Werner Münzel, Vorsitzender Freundschaftskreis Höhr-Grenzhausen-Semur


Am Wochenende vom 29.4. bis 1.05. gab es richtig was zu feiern: 30 Jahre hält nun schon die Städtepartnerschaft zwischen Höhr-Grenzhausen und Semur-en-Auxois, und gar 55 Jahr die zwischen Ciney und Semur. Getragen wird sie von den Freundschaftskreisen in den drei Städten, und natürlich auch in Laigueglia. Grund genug, das Doppeljubiläum in großem Stil zu begehen. Mehr als 40 Teilnehmer stark war die Delegation, die sich am frühen Morgen auf den Weg nach Burgund machte, darunter Bürgermeister Thiesen sowie zahlreiche Mitglieder des Stadtrates und natürlich jede Menge gut gelaunte Vereinsmitglieder. Am frühen Nachmittag wurden die Ankömmlinge von den französischen Freunden mit großem Hallo begrüßt und auf die Gastfamilien bzw. Hotels verteilt. Nur wenige Stunden verblieben bis zum Festakt am Abend. Im Vorfeld waren Befürchtungen laut geworden, dass die üblichen Reden den zeitlichen Rahmen sprengen würden. Aber weit gefehlt: alle Redner hielten sich an die Vorgabe, sich kurz zu fassen. Allen Reden war eines gemeinsam: die Freude über die guten Beziehungen zwischen den Städten und die Dankbarkeit über 70 Jahre Frieden in Europa, zu dem nicht zuletzt die Städtepartnerschaften einen immens wichtigen Beitrag leisten. "In 30 Jahren haben wir uns kennen und schätzen gelernt, Vertrauen und gegenseitiger Respekt sind entstanden. Berührungsängste sind verschwunden, Freundschaften sind entstanden. Wir sind Freunde geworden - und das wollen wir auch bleiben", sagte der Vorsitzende des Deutsch-Französischen Freundschaftskreises Werner Münzel.

Und Bürgermeister Thiesen führte in seiner Rede aus: "Freunde führen keine Kriege". Dem ist wahrlich nichts hinzuzufügen. Dem offiziellen Teil folgte ein gemeinsames Abendessen, zu dem die Stadt Semur die deutschen und belgischen Gäste eingeladen hatte, und bei dem die französische Küche ihrem guten Ruf mal wieder alle Ehre machte. Der Abend wurde ziemlich lang, und entsprechend kurz die Nacht. Schon um 9:30 Uhr ging es mit verschiedenen interessanten Programmpunkten weiter. Neben der Besichtigung einer preisgekrönten Rinderfarm, auf der die bekannten Charolais-Rinder gezüchtet wurden konnte man sich auch für die Besichtigung des frisch restaurierten Staudamms am Lac de Pont oder einem Besuch des mittelalterlichen Städtchens Flavigny-sur-Ozérain entscheiden. Der Nachmittag und Abend stand dann im Zeichen der Kultur. Nach einem gemeinsamen Konzert der beiden Musikschulen von Ciney und Semur in bemerkenswerter Qualität, wenn man die Kürze der zur Vorbereitung zur Verfügung stehenden Zeit berücksichtigt konnten Interessenten auch noch ein Konzert mit Puccinis "Petite Messe Solenelle" in der  Kollegiatskirche Notre Dame besuchen. Ein abschließender Empfang im Rathaus beendete am Montagmorgen ein bemerkenswertes Wochenende. Sogar das ein oder andere Tränchen wurde beim Abschied am Bus verdrückt -  ein Beweis dafür, dass es mal wieder einfach nur schön war. Der Deutsch-Französische Freundschaftskreis und unser Partnerverein in Semur durften sich über eine Menge Lob und Anerkennung seitens der Teilnehmer freuen. Semur-en-Auxois und die Landschaft drumherum ist halt immer eine Reise wert und die Herzlichkeit unserer dortigen Freunde ist immer wieder überwältigend! Und so dürfen wir zum Schluss ein herzliches "Merci a tous et a bientôt" sagen!

 

 

 

 

Freitag, 24. Oktober 2014: MANNIJO in der Zweiten Heimat

Merci, MANNIJO,


Was für ein wunderbarer Abend war das am vergangenen Freitag im Jugend-und Kulturzentrum "Zweite Heimat"! Nach 3-jähriger Pause hatte der deutsch-französische Freundschaftskreis MANNIJO für einen erneuten Auftritt in Höhr-Grenzhausen gewinnen können. Und mehr als 70 Zuhörer waren am Ende restlos begeistert. Fast zwei Stunden lang unterhielten Manfred Pohlmann, Jo Nousse und Patrick Riollet ihr Publikum in einer faszinierenden Art und Weise. Mit viel Witz, mit spürbar guter Laune und mit einem vom ersten Moment an übergesprungenen Funken zwischen den Musikern und ihrem Publikum war sofort eine tolle Atmosphäre entstanden. Deutlich konnte man spüren, wie wohl sich die Künstler fühlten - und das bestätigten sie nach dem Konzert auch in vielen Einzelgesprächen.

Nachdenkliche und fetzige, bekannte und weniger bekannte deutsche und französische und vor allem moselfränkische Lieder und Chansons wechselten sich in einem bunten Kaleidoskop ab.

Immer wieder nahmen sich die drei Musiker zwischen ihren Liedern gegenseitig auf die Schippe. Zwei Zugaben mussten am Ende her, und das dankbare Publikum hätte gerne auch noch mehr genommen. Aber irgendwann muss ja auch der schönste Abend einmal zu Ende gehen. Allerorten konnte man aber am Ende hören: "Das war richtig schön!" So bleibt uns vom deutsch - französischen Freundschaftskreis nur ein dickes und von Herzen kommendes "Merci, MANNIJO" - danke Manfred Pohlmann, Jo Nousse und Patrick Riollet! Das war eine echte Bereicherung für das kulturelle Leben in unserer Stadt.

 

Ein dickes Dankeschön sagen wir aber auch allen Besuchern und Gästen, die mit ihrem Erscheinen und mit ihrem Applaus ganz wesentlich zu diesem Ereignis beigetragen haben. Wir würden uns sehr darüber freuen, den ein oder anderen gast auch bei unseren sonstigen Veranstaltungen begrüßen zu können. Nicht vergessen wollen wir auch Werner Bayer und das super Team der "Zweiten Heimat", die mal wieder ein tolles Ambiente geschaffen haben, die immer freundlich, immer hilfsbereit, immer offen für Wünsche und Anregungen sind. Die "Zweite Heimat" ist wirklich eine Einrichtung, um die uns viele Gemeinden im Umfeld beneiden dürften. Danke!

Toller Abend mit MANNIJO!



Einen tollen Abend mit "alten" Bekannten erlebten begeisterte Besucher in der Zweiten Heimat. Zum inzwischen dritten Mal gastierten MANNIJO in Höhr-Grenzhausen - eine echte Bereicherung im ohnehin sehr regen kulturellen Leben unserer Stadt! 

Im Gepäck hatten sie ihr neues Programm "Tour de France", und das Programm hält was es verspricht: eine musikalische Reise durch unser Nachbarland mit all seinen verschiedenen Facetten, seinem landschaftlichen und kulturellem Reichtum und seiner reichen Geschichte.

Vom "virtuellen" Startort in Schengen an der deutsch-luxemburgischen Grenze, über Lothringen, das Elsass und die Bourgogne (wie Jo Nousse augenzwinkernd sagt: "dem gefährlichen Land des großen Durstes") führte der Weg. Ein Abstecher in die Alpen nach Grenoble war ebenso im Programm wie ein Ausflug zur "Ile de Beauté", der Insel der Schönheit Korsika. Entlang der Pyrenäen ging es, um anschließend wieder nach Norden zu reisen. Ein musikalischer Besuch am Meer, dargeboten mit einem der bekanntesten französischen Chansons überhaupt ("La mer" von Charles Trenet) stand auf dem Reiseplan, ehe es wieder mit einem Besuch der Hauptstadt Paris zurück zum Startpunkt im Dreiländereck ging. Patrick Riollet, Jo Nousse und Manfred Pohlmann, drei wunderbare Musiker, in diesem Jahr begleitet durch sehr schöne Animationen, Bilder, Filmsequenzen, perfekt gesteuert von Jakote, der Technikerin - Klasse! Ein wunderbares Konzert - merci beaucoup, MANNIJO et a bientôt!

Ein dickes "Dankeschön" geht -wieder einmal -auch an das Team der "Zweiten Heimat" um Werner Bayer und Christian Heller - es ist immer wieder eine Freude, dort zu Gast sein zu dürfen. 


Bilder vom Konzert sehen Sie unter "Aktuelles"!

  Deutsch-Französischer Freundschaftskreis macht tollen Ausflug nach Bad Kreuznach

Am Samstag, den 26. August war es soweit. Lange geplant und sorgsam vorbereitet startete eine Gruppe von leider nur 14 Personen zu einem Ganztagesausflug nach Bad Kreuznach. Warum gerade nach Bad Kreuznach? Die kleine Stadt an der 
Nahe hat jede Menge Berührungspunkte mit der deutsch-französischen Geschichte. Im ersten Weltkrieg war in der Stadt das große Hauptquartier der deutschen Armee untergebracht, und die Oberbefehlshaber des Heeres Hindenburg und Ludendorff dirigierten von hier aus den Einsatz der deutschen Truppen an der Westfront. Von ungleich schönerer Bedeutung für das Zusammenleben der beiden Länder war das Treffen von Bundekanzler Konrad Adenauer mit General de Gaulle am 26. November 1958. Es war das erste Zusammentreffen der beiden Staatsmänner auf deutschem Boden und von entscheidender Bedeutung für die künftige positive Entwicklung zwischen den einstigen "Erbfeinden". Und noch einmal wurde in Bad Kreuznach deutsch-französische Geschichte geschrieben: 26 Jahre nach dem Treffen von Adenauer und de Gaulle trafen sich im Oktober 1984 erneut die Staatschefs aus Deutschland und Frankreich in Bad Kreuznach: Helmut Kohl und Francois Mitterand kamen im Bad Kreuznacher Kurhaus zusammen. Grund genug für einen deutsch-französischen Freundschaftskreis, sich den Ort des Geschehens einmal etwas genauer anzusehen. 
Geleitet von einer überaus kompetenten und sachkundigen Stadtführerin erlebte die Gruppe eine sehens- und liebenswerte Stadt an den Ufern der Nahe. Sehr gepflegte Kuranlagen können hier ebenso bewundert werden wie wunderschöne historische Gebäude, wie zum Beispiel die bekannten Brückenhäuser, das Wahrzeichen von Bad Kreuznach oder die vielen Fachwerkhäuser rund um den Eiermarkt. Gleichzeitig wirkt die Stadt sehr lebendig und hat fast schon südländisches Flair. Man gibt sich sehr entspannt, bummelt gemütlich durch belebte Einkaufsstraßen und trifft sich in einem der zahlreichen Lokale im Herzen der Stadt. Unsere Gruppe war sehr angetan. Viele Mitfahrer waren zum ersten Mal in der Stadt, und andere mussten offen zugeben: ich war schon oft in Bad Kreuznach, aber was habe ich bisher weder gesehen noch gewusst. Und so waren sich am Ende alle einig: ein tolles Ausflugsziel.
Naheland ist Weinland - und so durfte natürlich eine Weinprobe nicht fehlen. Dazu hatte sich der Vorstand den bekannten Weinort Guldental vor den Toren von Bad Kreuznach ausgesucht. Guldental ist der größte Weinbauort an der Nahe, und es gibt noch recht viele Vollerwerbswinzer, denen alle eines gemeinsam ist: sie machen hervorragende Weine. Und noch eines oder besser gesagt einer hat Guldental bekannt gemacht: der bekannte Sterne- und Fernsehkoch Johann Lafer hat hier mit seinem Restaurant "Le Val d'Or" den Grundstein für seine Popularität gelegt. Und tatsächlich hatten wir das Vergnügen, den Meister persönlich im vorbeifahren zu sehen. Zu sagen, er habe uns freundlich zugewinkt ist nur leicht übertrieben.
Auch mit der Auswahl unseres Weingutes hatten wir ein glückliches Händchen: ein überaus freundliches und gastfreundliches Winzerehepaar begrüßte uns in einem sehr schönen Ambiente mit einer excellenten Weinprobe und beantwortete mit viel Geduld und noch mehr Kompetenz alle Fragen rund um den Wein. Nach deutlich längerem Aufenthalt als geplant verließen wir das Weingut Orben - gut gelaunt und bepackt mit der ein oder anderen Flasche. 
Ein rundum gelungener Tag  - da waren sich alle Teilnehmer einig. Es hat viel Spaß gemacht.Auf der Seite "Exkursion nach Bad Kreuznach" finden Sie weitere Impressionen - viel Spaß beim stöbern! 

 

In memoriam Heinz Kielholtz

Im biblischen Alter von 94 Jahren verstarb am 1. Dezember diesen Jahres unser Ehrenmitglied Heinz-Rudolf Kielholtz, Realschullehrer i.R., in Trier. Der gebürtige Rheydter (heute Mönchengladbach) war nach seinem Romanistik- und Anglistikstudium bei den französischen Militärbehörden, danach für den Landesvolkshochschul-Verband Rheinland-Pfalz tätig und wurde 1956 einer der Mitbegründer des Freundschaftskreises Rheinland-Burgund und ein Jahr später auch des Burgundisch-Rheinland-Pfälzischen Partnerschaftsverbandes (Amicale francaise Bourgogne-Rhénanie-Palatinat) in Dijon. Als großer Freund und Kenner der französischen Sprache (die er bis über das 90. Lebensjahr fließend beherrschte), war er auch über zwanzig Jahre als Lehrer für Französisch und Erdkunde an der heutigen Ernst-Barlach-Realschule tätig. Gleichzeitig unterrichtete er auch an der VHS und vermittelte dort Kenntnisse und Verständnis für Frankreich. So war es denn auch kein Wunder, dass er mit dem charismatischen Initiator, seinem Kollegen Ludwig Herzmann und mit anderen zusammen unseren Deutsch-Französischen Freundschaftskreis Höhr-Grenzhausen - Semur en Auxois begründete. Er wurde 2. Vorsitzender und behielt dieses Amt bis 1992. 1983 führte Heinz Kielholtz eine Klassenfahrt nach Semur durch. Diese führte zu einer Partnerschaft zwischen der Realschule hier und der C.E.S dort. Protagonist der Verbindung nach Semur war neben Ludwig Herzmann vor allem Heinz Kielholtz. Daraus erwuchs 1987 (bzw. 1988) die Städtepartnerschaft (Jumelage) zwischen Höhr-Grenzhausen und Semur-en-Auxois. Ende April 2017 wird das 30. Jubiläum dieser Partnerschaft in Semur festlich mit den anderen Partnerstädten unserer französischen Freunde begangen werden.

Zu seinem 70. Geburtstag verlieh der Partnerschaftsverband Rheinland-Pfalz - Burgund Heinz Kielholtz die Goldene Ehrennadel. In der Urkunde heißt es:

"Herr Kielholtz hat sich um die deutsch-französische Freundschaft verdient gemacht."

Gleichzeitig verlieh ihm der 1. Vorsitzende unseres Vereins Ludwig Herzmann die Ehrenmitgliedschaft im Freundschaftskreis "wegen seiner Verdienste um das Zustandekommen der Partnerschaft der Städte Semur-en-Auxois und Höhr-Grenzhausen sowie wegen der Begründung der Schulpartnerschaft zwischen dem Collège CES in Semur und der Realschule in Höhr-Grenzhausen. Den Geehrten zeichnen im Besonderen aus seine große Bewunderung und Liebe zur französischen Zivilisation, denen er durch seine hervorragenden französischen Sprachkenntnisse und die Kenntnis von Land und Leuten Ausdruck geben kann".

Eine letzte Ehrung erfolgte noch zu seinem 90. Geburtstag, als ihm die Generalsekretärin des Partnerschaftsverbandes, Mme. Durand-Krämer aus Mainz, persönliche Glückwünsche überbrachte. In vielfältiger Weise hat Heinz Kielholtz das Leben unseres Freundschaftskreises bereichert.

Wir sind ihm großen Dank schuldig und werden seiner stets ehrend gedenken.

 

 

Hochinteressante Exkursion des DFFK nach Bassenheim am 16.04.2016
 
„Bassenheim? Was hat ein kleines Eifeldorf mit der Deutsch-Französischen Freundschaft zu tun? Und wo liegt das überhaupt?“ – Vielleicht stellen Sie, lieber Leser, sich diese Fragen ebenso, wie einige Vereinsmitglieder sie stellten, als der Ausflug dorthin auf der Jahreshauptversammlung des Vereins angekündigt wurde. Die Frage nach der Lage ist schnell beantwortet: ungefähr 12 Kilometer westlich von Koblenz. Die Frage nach der deutsch-französischen Freundschaft ist dagegen schon etwas komplexer, aber sie wurde am letzten Samstag erschöpfend beantwortet. Tatsächlich hat Bassenheim mehr zu bieten als nur gute Luft (immerhin ist es ein Luftkurort!). Als da wären: der berühmten „Bassenheimer Reiter“, ein wunderschönes altes Rittergut (in Privatbesitz), ein liebevoll gestalteter Dorfplatz mit mehreren historischen Gebäudeensemblen und eine überaus reiche Geschichte. 
Über all das und noch mehr informierte uns unser einheimischer Führer Josef Seul mit viel Wissen, Witz und Begeisterung für seine Gemeinde. Der Reiter ist ein wunderschönes Werk des Naumburger  Meisters, über dessen Geschichte und seinen Weg nach Bassenheim uns Josef Seul ebenso gekonnt informierte, wie Rudolf Heller über die Biografie des dargestellten heiligen Martin von Tours. Obgleich die Exkursionsteilnehmer in den Genuss all dessen kamen, war das Hauptziel unseres Besuchs die Adenauer-Schuman-Gedenkstätte, die an das erste Treffen der beiden Staatsmänner nach dem verheerenden 2. Weltkrieg erinnert. Dieses lange geheim gehaltene Treffen stellt den eigentlichen Beginn der sich dann entwickelnden freundschaftlichen Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland dar. „Robert Schuman? Warum Schuman? Waren es nicht Konrad Adenauer und Charles de Gaulle, denen wir die Aussöhnung unserer Länder zu verdanken haben?“, werden Sie nun vielleicht fragen. Tatsächlich erzählt Konrad Adenauer in seinen Memoiren von einem bis dahin geheimen Treffen mit Robert Schuman, dem damaligen französischen Außenminister, in der Bassenheimer Burg, bei dem es darum ging, wie die verheerende so genannte Erbfeindschaft zwischen Deutschen und Franzosen ein für alle Mal zu überwinden wäre. Unter anderem wurde bei diesem Treffen der Verbleib des zu diesem Zeitpunkt von Frankreich besetzten  Saargebietes bei Deutschland erstmals auch von französischer Seite in Erwägung gezogen. Und so wurde der eigentliche Grundstein der Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich in Bassenheim gelegt. Ohne das geheim gehaltene Bassenheimer Treffen – so viel kann heute als sicher angesehen werden – hätte die Geschichte der deutsch-französischen Aussöhnung einen anderen Weg genommen. Dieser historischen Tatsache sollte nach dem Willen engagierter Bassenheimer Bürger durch die Errichtung einer Gedenkstätte endlich Rechnung getragen werden – und sie haben es geschafft, die benötigten erheblichen finanziellen Mittel zusammen zu bringen.Diese und viele andere interessante Fakten legte Josef Seul, langjähriger Kommunalpolitiker, profunder Kenner seiner Heimatgemeinde Bassenheim und Mit-Initiator der Gedenkstätte an das heute legendäre Treffen, auf anschauliche und spannende Weise dar – und ermöglichte uns obendrein einen Besuch im wunderschönen, im Privatbesitz befindlichen Schlosspark, sowie im Martinusmuseum, dem Heimatmuseum der Gemeinde Bassenheim. Bei einem abschließenden Cafébesuch äußerten sich die Teilnehmer durchweg begeistert – ebenso von der Schönheit des Ortes, wie auch von der ansteckenden Begeisterung unseres orts- und fachkundigen Begleiters.
 

 
 



Mittentreff 2016

In diesem Jahr war es - nach dem Besuch von Metz in 2016 - den traditionellen "Mittentreff" zu organisieren -den Treff der Vorstände unserer Partnervereine irgendwo unterwegs zwischen Höhr-Grenzhausen und Semur-en-Auxois. Unsere französischen Freunde hatten sich das Moseltal gewünscht - aber wir hatten dann doch eine etwas andere Idee. Und es wurde ein traumhaftes Wochenende, bei allerbestem Wetter in einer wunderbaren Region. Wir hatten uns für Saarburg entschieden - noch Rheinland-Pfalz, aber nicht weit vom Saarland. Um es vorweg zu sagen: unsere Freunde aus Frankreich waren hin und weg, und diejenigen unter uns, die noch nicht in dieser unglaublichen Landschaft waren, waren es auch. Einen Stadtrundgang in der kleinen Stadt mit dem berühmten Wasserfall, einen Ausflug nach Mettlach mit einem Zwischenstopp an der Klause von Kastel-Staadt, einen Blick auf die berühmte Saarschleife und eine Schifffahrt auf der Saar von Mettlach zurück nach Saarburg hatten wir organisiert. Die Franzosen waren voll des Lobes über das Programm, die Landschaft und natürlich auch den Wein.


 
letzte Änderung: 11.01.2019
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